Terminkalender

Wir weisen hier auf Veranstaltungen hin, die wir für interessant halten. Dabei muss es sich nicht unbedingt um eigene Veranstaltungen handeln, auch wenn kein Veranstalter genannt ist.

Für alle Veranstaltungen gilt, soweit nichts anderes angegeben ist:

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.


26.02.2018

Nichts war vergeblich

Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus

Vernissage mit Gudrun Schmidt

Die Ausstellung "Nichts war vergeblich" des Studienkreises Deutscher Widerstand würdigt den Mut von Frauen, die sich gegen den Terror des NS-Systems stellten. 18 Biographien stellen dar, auf welch' vielfältige Weise die Frauen dem Regime die Gefolgschaft verweigerten. Sie verfassten und verteilten Flugblätter, sie boten Verfolgten Unterschlupf, sie klärten im Ausland über das Unrecht in Deutschland auf. Immer folgten sie  ihrem Gewissen – und  setzten damit ihr Leben aufs Spiel. Der Anteil dieser Frauen im Kampf gegen den NS-Staat ist in der Öffentlichkeit noch immer wenig bekannt.

Eine Vertiefungsstation widmet sich darüber hinaus dem Thema „Kommunikation im Widerstand“ und stellt u.a. dar, wie Flugblätter und illegale Schriften im Widerstand produziert und verarbeitet wurden.

Die Ausstellung ist bis zum 9. März 2018 zu sehen.

Montag, 26. Februar 2018, 17.30 Uhr
ver.di-Höfe, Rotation
Goseriede 10, 30159 Hannover


09.03.2018

Aufklärung beendet?

Der rechte Terror des NSU und die Aufarbeitung

In ihrer Rede auf der zentralen Trauerfeier für die Opfer des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) im Februar 2012 versprach Bundeskanzlerin Angela Merkel den Hinterbliebenen, alles zu tun, um die Mordserie und deren Hintergründe aufzudecken.

Die juristische Aufarbeitung der Taten des NSU und dessen Umfeld offenbaren hingegen einen der größten Geheimdienstskandale in der Geschichte der Bundesrepublik. Wie muss man heute den Prozessverlauf bewerten? Wurde tatsächlich „alles“ getan um die Taten und die Hintergründe aufzuklären und woran scheiterten so viele Ermittlungsversuche? Welche Rolle spielen institutioneller Rassismus, staatliche Institutionen und Geheimdienste dabei?

Doch nicht nur das staatliche Versagen möchten wir an diesem Abend analysieren und besprechen. Auch die Zivilgesellschaft und sogar weite Teile antirassistischer Initiativen sind bei den Taten des NSU nicht auf den neonazistischen Hintergrund gekommen. Woran mag das gelegen haben? Weshalb regte sich der Protest anfangs allein in der migrantischen Community, wie bereits 2006 in Kassel beim Schweigemarsch mit der Forderung „Kein 10. Opfer!“? Warum richteten sich die Ermittlungen anfangs gegen das nahe Umfeld der Opfer und was bedeutete dies für die Hinterbliebenen? Und welche Schlüsse ziehen wir heute daraus für unsere antirassistische Praxis?

Diese Fragen möchten wir diskutieren mit:

Friedrich Burschel, Referent zum Schwerpunkt Neonazismus und Strukturen/Ideologien der Ungleichwertigkeit bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Mitarbeiter von NSU-Watch und Presse-Korrespondent im Münchener NSU-Prozess.

Kutlu Yurtseven, Mitinitiator der Initiative „Keupstraße ist überall“, die den Opfern eine Stimme geben möchte und den Prozess kritisch begleitet. Kutlu Yurtseven ist zudem Sozialarbeiter, Sänger der Hip-Hop-Band „Microphone Mafia“.

Eine gemeinsame Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen mit dem ver.di-Bildungswerk Hannover, der DGB Region Niedersachsen-Mitte, der VVN-BdA Hannover, der Stadt Hannover sowie der Initiative "Kirche für Demokratie - Gegen Rechtsextremismus" (IKDR) in der Ev.-luth. Landeskirche Hannover.

9. März 2018, 18:00 Uhr
Rotation ver.di-Höfe
Goseriede 10, 30159 Hannover


17.03.2018

Weiß ich, was ein Mensch ist? - Lieder gegen das Vergessen

Konzert mit der Gruppe ARGUS zum internationalen Tag der politischen Gefangenen

Das Programm beruht auf einem Musikprojekt aus dem Sommer 1995 zwischen dem DIZ Emslandlager und der Gruppe ARGUS Bremen. Das musikalische Material umfasst Lieder aus den faschistischen Straf- und Vernichtungslagern (Die Moorsoldaten, der Mauthausen-Zyklus von Theodorakis), Lieder aus dem antifaschistischen Widerstand aus ganz Europa (le chant du partisans), Partisanenlieder (Lied von der Zoja), Lieder aus dem jüdischen Widerstand (Sog nit kejnmol), Lieder von Bertold Brecht und Hanns Eisler (Ernste Gesänge), und viele andere.

Die MusikerInnen kommen wahrscheinlich ein letztes Mal zusammen und spielen diese historischen Kompositionen auf zwei Konzerten – 17. März Hannover, 18. März Bremen – neu ein.

Kartenvorverkauf u.a. im Pavillon und im Annabee-Buchladen in Linden

Sonnabend, 17. März 2018, 20 Uhr
Kulturzentrum Pavillon
Lister Meile 4, Hannover